Männerarbeit gestalten hauptberufliche und ehrenamtliche Mitarbeitende gemeinsam - auch diese Webseiten. Sie zeigen die vielfältigen Angebote, die Männerarbeit in der Evangelischen Kirche von Westfalen ausmacht, und dienen als Plattform für den Informationsaustausch und die praktische Zusammenarbeit.
das bedeutet für mich… so fragte ein Team aus 10 haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden der Männerarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen im Institut für Kirche und Gesellschaft die Kirchentagsteilnehmenden. Gemeinsam mit der Männerarbeit im Rheinland kamen sie am Stand in der Messehalle 4 mit Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch. Die Antworten wurden unter einem Foto notiert. Für das Foto durften sich die Teilnehmenden ein Utensil aus einer großen Korbtruhe wählen, das als Symbol für die Antwort stehen kann, zum Beispiel eine Nuckelfasche, ein Teddybär, ein Hammer oder ein Kochlöffel.
Die Aktion fragte nach dem väterlichen Engagement, nach Wünschen, aber vor allem nach dem, was ist. Die Sicht von Vätern, Söhnen, Müttern, Töchtern, Großeltern, Stiefvätern wurde als Fotowand am Stand ausgestellt. Ein Bild mit Antwort erhielt jeder als Erinnerung mit nach Hause. Papa kümmert sich, bedeutet für mich als Sohn „zu schmusen und dass er Zeit für mich hat“, „dass er mir hilft, wenn ich ihn brauche“ und für mich als Vater „auch wenn Kinder groß werden, ein Ratgeber sein zu können“. Die Antworten waren ebenso bunt und vielfältig, wie die Fotos und die Menschen, die bei der Aktion mitgemacht haben.
Die Fotoaktion lud ein, über Väter, Erwartungen, Hoffnungen, Trauer über abwesende Väter, aber auch über Dankbarkeit ins Gespräch zu kommen. Männerarbeit ist Arbeit mit Vätern – das ließen die Tage in Hamburg spürbar werden.
(KJ 5/2013)
Diskussion um Familien heute
Bis hierher! Aufrecht gehen… und ihr werdet leben… (Jes 55,3) so heißt das Jahresthema der Männerarbeit, wie es der Vorstand der Männerarbeit der EKD für die Männersonntage 2013 ausgerufen hat und wie wir es in der Theologischen Tagung am 9. und 10. März bereits bearbeitet haben. Das Thema der Reformationsdekade heißt Reformation und Toleranz und soll für 2013 das Thema Toleranz in den Mittelpunkt auch der Programme der Männerarbeit stellen.
Aktuell gibt es ein Thema, auf das wir nun ganz konkret reagieren. Die Landessynode der Evangelischen Kirche von Westfalen 2012, auf der wir durch Dr. Holger Gemba vertreten wurden, hat auch uns aufgetragen, die Hauptvorlage „Familien heute“ in unseren Gremien und Gruppen zu diskutieren. Familien sind heute, so heißt es in der Vorlage Eltern mit Kindern
und Großeltern, Großväter und Enkel, kinderlose Ehepaare, Alleinerziehende, Patchworkfamilien und Regenbogenfamilien. „Familie ist da, wo Menschen dauerhaft und generationenübergreifend persönlich füreinander einstehen und Verantwortung übernehmen.“ So steht es auf S. 11 der Hauptvorlage. Seit vielen Jahren ist die Männerarbeit in der Familienbildung aktiv und erreicht durch Vater-Kind-Seminare, Vater-Kind-Gottesdienste oder auch -reisen Familien. Sich zur Hauptvorlage zu positionieren und die Perspektive von Männern und Vätern explizit aufzuzeigen oder einzufordern, wird uns in den nächsten Monaten beschäftigen. Bis zum 1. Juli können Stellungnahmen
dem Landeskirchenamt übermittelt werden. Der Landesvorstand beabsichtigt zusammen mit dem landeskirchlichen Frauenausschuss eine gemeinsame Stellungnahme zu erarbeiten.
Wir laden Sie und Euch ein, die Hauptvorlage zu diskutieren, Stellungnahmen zu erarbeiten und bis Mitte Mai an den Landesvorstand zu schicken (Männerarbeit der EKvW im IKG, Iserlohner Str. 25, 58239 Schwerte,
maennerarbeit@kircheundgesellschaft.de).
Wir freuen uns auf die Diskussion!
Landesvorstandsvorsitzender Dr. Helmut Eiteneyer
Landesmännerpfarrer Dieter Rothardt

Wir begrüßen einen neuen Mitarbeiter in der Geschäftsstelle der Männerarbeit der EKvW in Haus Villigst. Marcel Temme, 30 Jahre alt und gebürtiger Niedersachse, unterstützt seit dem 1. Januar 2013 das Team. Er ist Diplom-Gerontologe und wird
zusammen mit Jürgen Haas vorrangig die Region Südwestfalen begleiten. Darüber hinaus ist er für das Thema „Demografie“ und die Auswirkungen der Alterung der Bevölkerung auf Kirche und Gesellschaft zuständig. Marcel Temme ist verheiratet und hat eine Tochter.

Familien haben sich verändert, auch wenn manches „Familienbild“ an vergangene Zeiten erinnert. „Das Thema Familie berührt uns alle in unserer je individuellen Lebensplanung und -gestaltung; es ist wie kaum ein anderes Thema öffentlichen gesellschaftlichen Normen und Konsensen unterworfen, befrachtet von den unterschiedlichsten Klischees und Vor-Urteilen. Wie können wir aus evangelischer Perspektive zu orientierenden Aussagen gelangen, die überzeugen und hilfreich sind? Wie können wir in dieser Sache unverwechselbar und biblisch begründet unsere Stimme erheben, die sich von anderen Stimmen unterscheidet und von der Freiheit eines Christenmenschen kündet?“ fragte Präses Annette Kurschus in ihrem mündlichen Bericht vor der Landessynode.
Die Hauptvorlage „Familien heute“ beschreibt die Wirklichkeiten, reflektiert das Verhältnis von Familien zum Glauben und soll die Diskussion zu Familien und Kirchen heute anregen. Die Landessynode hat diese Hauptvorlage zur Kenntnis genommen und lädt zur Diskussion ein. Im Text der Hauptvorlage heißt es: „Familie ist da, wo Menschen dauerhaft und generationenübergreifend persönlich füreinander einstehen und Verantwortung übernehmen.“ Viele haben an ihrer Entstehung mitgewirkt und mitdiskutiert – auch die Männerarbeit. Im Fachbeirat und in Workshops wurde sie unter Federführung der Steuerungsgruppe vorbereitet. Die Geschäftsführung der Erstellung der Hauptvorlage lag in den Händen von Landesmännerpfarrer Dieter Rothardt.
Die Synode der Evangelischen Kirche von Westfalen richtet mit der Hauptvorlage die Bitte an die Gemeinden und Kirchenkreise, an die Einrichtungen und Werke der Landeskirche und an die Männerarbeit, zu dieser Hauptvorlage Stellung zu nehmen. Die Stellungnahmen werden bis zum 1. Juli 2013 an das Landeskirchenamt der EKvW erbeten. Die Evangelische Kirche von Westfalen und die Lippische Landeskirche, ihre Gemeinden und Einrichtungen verpflichten sich, die eigene Arbeit auf Familienfreundlichkeit hin zu überprüfen, Familien stärker in den Blick zu nehmen und Vernetzungen herzustellen. Erfahrungsberichte darüber sind sehr erwünscht. Sie bitten, für das Jahr 2013 Gestaltungsideen zu entwickeln, Erfahrungen mit Projekten zu beschreiben und diese in den Prozess einzubringen. Dieser Prozess wird mit Beginn des Jahres 2013 auf der Internetseite www.familien-heute.de begleitet.
Auch und gerade die Männerarbeit kann und sollte die Vorlage aufgreifen und diskutieren und so dazu beitragen, dass Familienfreundlichkeit in den Kirchen, in denen Männerarbeit zu Hause ist und darüber hinaus starke Akzente setzt. Sprechen Sie über die Vorlage in Ihren Gemeinden, Gruppen und Gremien auf allen Ebenen. Der Text der Hauptvorlage ist im Internet verfügbar – dort gibt es auch Arbeitshilfen. Die gedruckte Version können Sie im Sekretariat bestellen unter 02304/755-371 oder unter birgit.olschowka@kircheundgesellschaft.de

Bis hierher… und jetzt macht Ihr weiter
Vier Jahre währte die Amtszeit des Landesvorstandes der Männerarbeit. Im Wahljahr der Presbyterien wählte auch die Landesvertretertagung am 23. November in Haus Düsse elf Engagierte für Vorstandsarbeit der Männerarbeit in Westfalen. Das Wahlergebnis war eindeutig. Einstimmig wurde Dr. Helmut Eiteneyer als Vorsitzender in seinem Amt bestätigt. Bernd Müller, Manfred Coerdt, Rainer Labie wurden als Stellvertreter gewählt. Die Bezirke Hellweg, Münsterland, Ruhrgebiet, Ostwestfalen und Südwestfalen entsenden je einen aus ihren Kreisen gewählten Vertreter in den Landesvorstand. Herbert Otterstein (Ruhrgebiet), Reinhard Müller (Hellweg), Jürgen Kordts (Münsterland), Werner Unverzagt (Südwestfalen) und Heinz Liedeker (Ostwestfalen) vertreten für die nächsten vier Jahre ihre Bezirke im ehrenamtlichen Gremium der Männerarbeit. Auch Vertreter aus den neuen Handlungsfeldern waren bei dieser Wahl als Delegierte berufen und werden in Zukunft die Männerarbeit im Vorstand bereichern. Dr. Holger Gemba vertritt die neuen Zielgruppen und Jörg Wetjen wird das Arbeitsfeld Vater-Kind-Arbeit repräsentieren. Als zuständiger Dezernent im Landeskirchenamt gehört auch Vizepräsident Albert Henz zum Landesvorstand.
Nach aktiver und langjähriger Tätigkeit wurden Gerd Knuth, Wilhelm Pollheide und Hajo Trux in einem Gottesdienst gedankt. Dr. Eiteneyer und Landesmännerpfarrer Dieter Rothardt blickten in ihrem Bericht auf die Arbeit der vergangenen Jahre zurück – die Umgestaltung der Struktur des Instituts für Kirche und Gesellschaft war ein großes Aufgabenfeld. „Bis hierher… haben wir gemeinsam die Männerarbeit gestaltet.“, so Dr. Eiteneyer, „nun wird die Verantwortung neu verteilt“. Allen, die verantwortlich Männerarbeit in Westfalen Ehrenamtlich und nebenamtlich gestalten, danken wir für ihr Engagement und wünschen viel Erfolg und Gottes Segen für ihre Arbeit. Der Impuls „Der Demografische Wandel und die damit verbundenen Herausforderungen an Kirche, Gemeinde und Männerarbeit“, von Jörg Awiszio (Gelsenkirchen), warf einen ersten Blick auf ein Thema, dass die Männerarbeit auch durch ihren neuen Referenten Marcel Temme, der im Januar in der Geschäftstellte neu beginnt und die Region Südwestfalen mit Jürgen Haas gemeinsam begleiten wird, im neuen Jahr neben der Hauptvorlage Familien heute die Männerarbeit begleiten wird. „Kirche muss bei den Netzwerkbildungen im Alter die Ansprüche der Älter werdenden mitbedenken“, so der Diakon.
8. Juni Studienkonferenz zum Thema „Frei will ich – Gemeindeaufbau und Ehrenamt – Innovative Modelle für Gemeinden und Quartiere!“ im Reinoldinum in Dortmund. Das Programm finden Sie hier.
6. Juli Planungstagung zum Jahresthema „Bis hierher! Aufrecht gehen… und ihr werdet leben…“ (Jes. 55,3) der Männerarbeit in Haus Villigst. Das Programm finden Sie hier.
7. Juli Forum Bürgerengagement der Männerarbeit in Haus Villigst – Ehemalig Engagierte und Freunde der Männerarbeit sind herzlich eingeladen!
13. – 14. Juli Familienplanet in Haus Villigst. Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.
5. bis 13 Mai Ökologie kennt in Europa keine Grenzen, deutsch-belarussische Begegnungstagung in Villigst. Das Programm finden Sie hier.
Beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Das Weggeleit enthält Auslegungen der jeweiligen Jahreslosung und der Monatssprüche. Mit Bildern und weiteren Texten ist das Weggeleit für viele ein vertrauter Begleiter durch das Jahr.
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Ulrike Neuehaus
02304 755 342
ulrike.neuhaus@kircheundgesellschaft.de

Der Flyer der Männerarbeit zeigt die Vielfalt der in der Männerarbeit Aktiven. Der Landesvorstand der Männerarbeit hat ihn in einer Arbeitsgruppe und in Abstimmung mit den Bezirken als Visitenkarte für die Männerarbeit entwickelt und möchte Neue neugierig machen.
Er darf gern verbreitet werden. Es gibt die Möglichkeit, auf der Rückseite des Flyers einen Aufkleber anzubringen, der einen Ansprechpartner vor Ort benennt. Mit Aufklebern versehene Flyer können bei Gisela Lieberknecht unter 02304/755-306 oder gisela.lieberknecht-krinke@kircheundgesellschaft.de bestellt werden. Die PDF-Version findet sich hier.
In der Arbeit mit Vätern und Kindern taucht immer wieder die Frage auf: „Was wird aus meiner Vaterrolle, bei einer Trennung?" Das Thema Vater-Sein in Trennungssituationen hat viele Aspekte: Die Seele ist erschüttert, rechtliche Fragen sind zu klären, Orientierung und Ermutigung sind nötig, um die Veränderungen gestalten zu können. Deshalb haben wir uns entschlossen, diesen Ratgeber zu schreiben. „Das Leben nicht abreißen lassen!" - haben wir ihn überschrieben. Er will dazu einladen, in der schwierigen Phase einer Trennung und in der Zeit danach aktiv als Vater für die Kinder da zu sein.

Das neue Männerforum zum Thema "Sex, Gender und das eigene Leben"
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